Wohnungslose Frauen sind in Deutschland in besonderem Maß von Gewalt, Abhängigkeit und fehlendem Schutz betroffen – und fallen in der Wohnungslosenhilfe oft durchs Raster. Um ihnen zu helfen, habe ich gemeinsam mit meiner Fraktion Die Linke den Antrag „Wohnungslose Frauen besser schützen – Geschlechterspezifische Bedarfe in der Wohnungslosenhilfe konsequent berücksichtigen“ in den Bundestag eingebracht.
Der Antrag thematisiert massive Gewalt gegen wohnungslose Frauen und deren verdeckte Obdachlosigkeit. Wir kritisieren Versorgungslücken und den Finanzierungs-Flickenteppich. Gefordert werden verbindliche Bundesmittel für geschlechtergetrennte Notunterkünfte, sowie feste Wohnraumkontingente. Bloße Absichtserklärungen im Aktionsplan müssen finanzierten Ausbauzielen weichen.
Konkret fordern wir:
- die im NAP W enthaltenen Absichtserklärungen zu frauenspezifischen Angeboten in ein verbindliches Instrument zu überführen.
- die Verbesserung der Datenlage im Wohnungslosenbericht des Bundes, denn insbesondere bei wohnungslosen Frauen gibt es große Lücken (Frauenhäuser, verdeckte Wohnungslosigkeit -> Dunkelfeldstudie)
- ein Bundesprogramm, um den flächendeckenden Ausbau von geschlechtergetrennten Notunterkünften und Hilfsangeboten zu fördern
- auf die Bundesländer hinzuwirken, die soziale Wohnraumversorgung massiv auszuweiten und dabei verbindliche Belegungsrechte gezielt für Frauen in Wohnungsnotfällen vorzuhalten.
